Welt am Abgrund

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  • Leicht verständlich - Bundestag beschließt Ausweitung des Euro-Rettungsfonds

    ronnieos, 29.09.2011 12:28, Reply to #247

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,789070,00.html

     Mit breiter Mehrheit hat der Bundestag die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms EFSF beschlossen. 523 Abgeordnete stimmten mit Ja, 85 mit Nein, 3 enthielten sich.

    1) Geht man von bis zu 19 Abweichlern in Union&FDP aus, dann haben etwa 200 (+-5) Abgeordnete aus SPD und Grünen zugestimmt.

    Beide haben klar gemacht - sie stehen für Angela als mögliche Koalitionspartner stand-by. 

    2) Klare Mehrheit bedeutet abe nicht: Grosser Wurf.

  • RE: Leicht verständlich - Bundestag beschließt Ausweitung des Euro-Rettungsfonds

    Wolli, 29.09.2011 12:47, Reply to #251

    2) Klare Mehrheit bedeutet abe nicht: Grosser Wurf.

    Beinahe im Gegenteil: Große Mehrheit bedeutet vor allem das demokratiepolitische Unwort des Jahres: Alternativlosigkeit

  • RE: Leicht verständlich - Bundestag beschließt Ausweitung des Euro-Rettungsfonds

    saladin, 29.09.2011 14:50, Reply to #252

    da stimme ich dir zu

    immer wenn wer mit T.I.N.A. kommt sollten die alarmglocken klingeln

    komisch auch dass enorme summen an geld die sich keiner mehr vorstellen kann einfach locker vom hocker vergeben werden und sich (fast) niemand aufregt und es wahltechnisch auch kaum folgen hat.

    WENN es aber um einige millionen für soziales, sport, menschenrechte oder infrastruktur geht - dann wird um jeden eurom gestritten und es geht um den wahlausgang

    Beinahe im Gegenteil: Große Mehrheit bedeutet vor allem das demokratiepolitische Unwort des Jahres: Alternativlos

    ein ähnliches vorgehen haben manche touristiker in tirol

    es gibt eine überlieferte geschichte dass in einem tiroler dorf ein hotelier ein megaparty schmiss. grund? er hat die 200millionen schuldengrenze überschritten

    begründung? bei einigen millionen schulden hat er das schuldenproblem - bei 200 millionen schulden seine hausbank (to big to fail im kleinen)

    ....der wahnsinn unseres derzeitigen wirtschaftssystems

  • too big to fail "alternativlos"

    ronnieos, 29.09.2011 15:35, Reply to #253

    too big to fail  

    Das Schreckgespenst schlechthin .....  too big to fail....

    Mit immer demselben Argument werden "Sünder" am Leben gehalten. Falsch. Man muss ab und an mal das Risiko eingehen und einen fallen lassen. Schmarotzer dürfen nicht immer eine Rückversicherung haben.

    Na und, dann geht eben einer Bankrott - das ist doch sogar der Sinn einer funktionierenden Wirtschaft. Der Schlechteste bleibt auf der Strecke: Begünstigt die Guten und damit alle.

     Um 50cent Hartz  IV wird härter gerungen als um 200 Mrd. Geld für Schulen und Kindergärten ist knapp. Aber vor 3 Jahren wurde die Vernichtung von Vermögen durch die Abwrackprämie befördert. Das war nicht alternativlos. Hättte man viele Schulen bauen können. Nur Elternbeiräte können den Entscheidungsträgern selten Freiflüge, Beratervertráge,  oder eine neue Küche spendieren.  

    Dieser Virus hat aber nicht nur das Parlament befallen. Das betrifft auch den privaten Bereich. über die Anschaffung eines Faxgerätes für 400€ wurde in Investitionslenkungsausschüssen schon immer 10mal länger diskutiert als über eine Maschine für 100,000.

    >>

    "Alternativlos" ist synonym für (i) zu dumm zum Denken (ii) zu faul zum Denken oder (iii) zu tief im Lobbysumpf versunken.

  • RE: Leicht verständlich - Bundestag beschließt Ausweitung des Euro-Rettungsfonds - oder: Das Lächeln meiner Kanzlerin - Wie Angie es schaffen könnte, die Linke deutlich unter 5 % zu drücken.

    gruener (Luddit), 30.09.2011 05:06, Reply to #253

    Zum gestrigen Tag gibt es inzwischen auch schon das passende Lied. Dargeboten am gleichen Abend im ORF, bei Grissemann & Stermann.

    Vor allem die Linke muss sich nun ganz warm anziehen:-)

    http://www.youtube.com/watch?v=9AmEvautA1E

  • Welt am Abgrund - es geht wieder runter

    carokann, 07.12.2011 17:55, Reply to #255

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,800800,00.html

    Aufgrund der Vernetzung der Finanzmärkte würde mit einem Kollaps des Euro ein Großteil der deutschen und französischen Banken und Versicherungen untergehen. Dann käme es wahrscheinlich auch zum Infarkt des internationalen Finanzsystems. Ein gewaltsames Ende des Euro wäre die womöglich größte volkswirtschaftliche Katastrophe aller Zeiten. Wir zählen dann die Kosten nicht mehr in Milliarden. Die Standardeinheit ist dann die Billion.

  • Welt am Abgrund - Jahr IV

    carokann, 16.12.2011 22:17, Reply to #256

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,804072,00.html

    Lagarde verglich die aktuelle Situation mit den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, bevor die Welt in den Zweiten Weltkrieg verfallen sei. Damals hätten wirtschaftlicher Rückzug, Protektionismus und Isolation die internationale Politik bestimmt.

  • ..... und weiter und weiter ... lies zu Ende was sie sagt ...

    ronnieos, 16.12.2011 22:50, Reply to #257

    ..... und weiter und weiter ... du lásst immer den wichtige Teil weg !

    Sie sagt eben NICHT, dass das mit Sciherheit eintritt. Sie WARNT davor .... 

    Und weiter schreibt der Spiegel:

    Die Euro-Zone sei eine "Währungsunion, die nicht richtig in einer ökonomischen und haushaltspolitischen Union vollendet wurde, woran derzeit gearbeitet wird", erläuterte sie.  [sic!]

    So und nun kommt der wichtigste Satz:

    Während die europäischen Führer ihre "gewaltigen" Herausforderungen bewältigten, müssten auch die Finanzmärkte mehr Geduld beweisen. In Demokratien fielen wichtige Entscheidungen nicht über Nacht, "die Dinge brauchen Zeit", sagte Lagarde.    [dreifach sic!]


    nach 4 Jahren am Abgrund - man gewöhnt ich daran ...

    interessant fand ich einen Artikel im Focus

    http://www.focus.de/finanzen/boerse/gold/schweizer-grossbank-ubs-warnt-gold-und- franken-sind-keine-sicheren-haefen-mehr_aid_694705.html

    in dem die Schweizer Bank UBS vor Anlagen in Fränkli und Gold warnt --- ergo genau, das was sie vor kurzem als "Sicheren Hort"  empfohlen haben ...

    Nein nicht Welt am Abgrund -nur   durchgeknallte     "Berater"  - "Experten"  - "Verantwortliche"    

    Das ist genau so irrational wie die Reaktion der Deutschen im März 2011 - als innerhalb von einem Tag alle Geigerzähler und Jodtabletten ausverkauft waren ...

  • Welt am Abgrund: Die mangelnde Weiseheit der Frau Merkel

    carokann, 01.02.2012 10:24, Reply to #258

    As the European Union’s biggest economy, and biggest contributor to the bailout fund, Germany continues to determine the approach in managing the Continent’s economic crisis. Others, particularly those needing help paying their bills, have little choice but to go along, whether or not they really believe that German-dictated austerity will help their ailing economies. Many leaders — Prime Minister Mario Monti of Italy, for example — have made clear that they do not.

    A leader wiser than Mrs. Merkel would build a stronger European Union by helping her neighbors grow their way out of debt, not squeeze them to the breaking point. A wise leader would also remind German voters that the prosperity of their own export-dependent economy requires sustained demand in neighboring countries.

    Poor German leadership in this crisis has exacted an increasing economic and social price from Greece, Ireland, Portugal, Spain, Italy, Belgium and France. The longer Germany insists on putting fiscal austerity ahead of growth, the more likely it becomes that Germany, too, will suffer economic pain.

    Die NYT kritisiert Merkels Sparkurs vehement als armseliges Führungsverhalten.

    http://www.nytimes.com/2012/02/01/opinion/making-it-worse-in-europe.html?hp

  • RE: Welt am Abgrund: Die mangelnde Weiseheit der Frau Merkel

    sorros, 01.02.2012 10:37, Reply to #259

    Die NYT kritisiert Merkels Sparkurs vehement als armseliges Führungsverhalten.

    Die wollen doch nur das wir unsere Kohle verballern, um sie Ihren Spekulanten in den Rachen schmeißen.  Erstens um denen zu helfen und zweitens um ihre letzte nicht ganz bankrotte Wirtschaftsstruktur, den Finanzsektor noch ein paar Monate länger am Tropf überleben zu lassen.

    Angie hat m.E. viele Fehler, ihre (leider nicht ganz ausreichende) Härte in der schuldenfrage gehört sicher nicht dazu!

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